Schmiedeeisen ...

…kann Malerei, Skulptur und Architektur sein, Strenge und Düsternis oder fröhliche Heiterkeit, es ist sachlicher Zweck oder graziöses Spitzenwerk, Licht und Schatten, ewiger Wechsel oder ruhevolle Konstante, es schließt als Tor ab und eröffnet als Pforte zugleich, es trennt und verbindet. Es fordert die große Form und damit Distanz, es dient im täglichen ehrwürdig. Der Geist der Epochen drückt sich in diesem Werkstoff aus. Bei Homer wird Hephaistos, der göttliche Schmied, der Sohn des Zeus und der Hera, als kunstfertigster der Götter dargestellt. Er baut den Göttern ihre Paläste. Etwas von diesem Zauber haftet ja wohl heute noch einer Schmiede an, wenn das rotglühende Eisen auf dem Amboss mit wuchtigen Hammerschlägen trifft und die goldenen Funken stieben. Die Bearbeitung des Eisens ist in Ihren Grundzügen von den ersten Zeiten der Eisengewinnung bis auf den heutigen Tag die gleiche geblieben: Hammer und Amboss, Feuer und Wasser, das waren und sind die Hauptwerkzeuge. Es gab Zeiten, da war das Eisen eine ebenso große Kostbarkeit wie das Gold. Etwa im 3. Jahrtausend, um 2600 vor Christus, wurde erstmals in Ägypten Eisen aus der Erde gewonnen. Bis dahin war es nur als Meteoreisen nachgewiesen, und noch im 15. Jahr. v. Chr.  war im ägäischen Kulturkreis Eisen dem Gold gleichwertig. Über die Eisenzeit nimmt der Werkstoff ab dem 11. Jahrhundert v. Chr. seinen Weg nach Europa. Heute also, wie in der Zeit der Eisenbearbeitung muss das Feuer lodern,  um das Eisen recht zum Glühen zu bringen. Es wird eine besondere Art Koks verwendet, der immer wieder Wasser zugegossen und dann so zusammenbäckt, dass sich in seinem Innern die rechte Hitze entwickelt. Das rotglühende Eisen wird auf dem Amboss mit dem Hammer geschlagen und immer wieder von neuem erhitzt um das Eisen weich und geschmeidig zu erhalten, bis der Formungsprozess beendet ist. Im kalten Wasser wird der Stahl abgekühlt. Der physikalische Prozess besteht im wesentlichem darin, dass das grobkristallinische Eisen in einen feinkörnigen Zustand zum Stahl überführt wird, um damit zugleich auch die Streck- und Bruchgrenze zu erweitern. Wenn auch seit Jahrhunderten von der Industrie fast alle Stäbe maß- und verarbeitungsgerecht geliefert werden, so bleibt dem Schmied beim Zusammenschmieden und der eigentlichen künstlerischen Formung noch genügend mit der Hand zu leisten und die verschiedenen Techniken in Anwendung zu bringen, wie das Stauchen, die Verdickung des Stabes, das Spalten, das Abspalten, das Lochen und Aushauen, das Kehlen und Kerben oder Rippen, das Einrollen und Drehen. Die Techniken zur Befestigung und Verbindung der einzelnen Teile bleiben sich ebenfalls gleich. Besonders ausgeschmiedete Nietköpfe werden zum Schmuck, wenn sie gekerbt, als Drei- oder Vierkant oder zur Rosette gebildet sind. Die Art des Durchsteckens kann ein wesentliches Formelement sein, besonders in der mittelalterlichen, der gotischen Zeit ist es häufig das einzige Schmuckmotiv.




Ausstellung

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